Sicher auf einer Familienreise in Ost- und Südafrika: Worauf du achten sollten

Die Geschichten über 'Afrika', die in den deutschen Medien berichtet werden, sind oft nichts, worüber man sich freut. Sicher, in einigen Ländern herrscht Chaos, aber der Kontinent hat 54 Länder und viele davon sind leicht zu bereisen! Mit einer guten Vorbereitung und ein paar Tipps & Tricks kannst du eine sorgenfreie Familienreise in Ost- und Südafrika erleben. Lies schnell weiter für Tipps zur Sicherheit in Afrika!

Wo kann ich meine Wertsachen lassen?

Nimm nur mit, was du wirklich brauchst. Wenn du zum Beispiel unsicher bist, ob du deinen Laptop mitnehmen sollst, lass ihn besser zu Hause. Das Gleiche gilt für eure teure Uhr oder den Goldring, den du von deiner Großmutter geerbt hast. Bewahre die Wertsachen, die du mitnimmst, am besten so weit wie möglich außer Sichtweite auf, so dass niemand sehen kann, was du eingepackt hast. 

In einem Land wie Südafrika ist ‘Kleinkriminalität’ ziemlich häufig: Wenn eine Auto- oder Haustür offen steht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass jemand kommt, um nachzusehen, ob es etwas zu holen gibt. Ein paar hundert Euro Bargeld in deinem Hotelzimmer zu lassen, ist daher nicht sehr praktisch: ein solcher Betrag ist für die meisten Zimmermädchen astronomisch! Achte auch hier darauf, dass niemand in Versuchung kommt, dir Geld oder Wertsachen zu klauen.

Selber fahren in Afrika, tun oder lassen?

Charlie fährt schon seit Jahren in Kenia und ist daher an den Verkehr hier gewöhnt. Ob das beängstigend ist? Die niederländische Straße macht ihm mehr Angst. Dort fahren alle viel schneller und öliger – wenn dort etwas schief geht, hat das Auto direkt einen Komplettschaden. Hier in Afrika ist es genau das Gegenteil: Alles ist langsam und ein bisschen chaotisch.

Das Geben und Nehmen der Vorfahrt regelt ihr untereinander: Du hältst einfach die Hand aus dem Fenster oder suchst Blickkontakt – jeder ist aufmerksam und nimmt Rücksicht auf eventuelle Fehler anderer Verkehrsteilnehmer. Du musst Autofahren mögen, um dich hier selbst hinter das Steuer zu setzen: dann ist es ein Abenteuer! Wenn nicht, miete dir einen Fahrer und erlebe das ultimative Urlaubsgefühl.

Ich will auf Safari gehen - ist das sicher?

Ja, aber auch hier solltest du nicht naiv sein. Du hast es mit wilden Tieren zu tun, die du nicht unterschätzen solltest. Ein Safaripark ist kein Themenpark: Große Tiere können großen Schaden anrichten, wenn sie sich bedroht fühlen. Halte dich von Elefanten, Nashörnern, Nilpferden und Büffeln fern – auch sie können deinem Auto eine saftige Abreibung verpassen. Wenn du im Busch zeltest, solltest du unbedingt einen Ranger dabei haben! Es ist auch ratsam, keine Lebensmittel mit in dein Zelt zu nehmen.

Wie kann ich sicherstellen, dass ich nicht ausgeraubt werde?

Die Zeiten, in denen Nairobi als ‘Nairobbery’ bekannt war, sind längst vorbei. Dennoch besteht die kleine Chance, dass du überfallen wirst: In diesem Fall ist es am besten, einfach zu kooperieren. Es gibt jedoch auch viele kleine Opportunisten, die versuchen, dir auf andere Weise Geld abzunehmen.

Einige Tipps: Nimm nie an Straßenspielen wie Ballspielen teil, zeig dein Geld nicht, bevor du bezahlst, lasse dein Gepäck nie unbeaufsichtigt, gib deine persönlichen Daten nicht einfach irgendjemandem, behalte Bettler im Auge und achte auf deine Sachen – sowohl an sehr belebten Orten wie Märkten als auch in sehr ruhigen Seitenstraßen.

Wozu ist die Polizei gut?

Wir von Charlie’s Travels haben gemischte Erfahrungen mit der Polizei gemacht – sagen wir einfach, dass die Dinge in Ostafrika oft ein wenig anders sind als in Deutschland. Viele Beamte sind freundlich, helfen dir auf deinem Weg und sind hilfsbereit, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

Aber auch in Ost- und Südafrika ist Korruption weit verbreitet, und man muss sie ein paar Mal erlebt haben, um zu verstehen, wie sie funktioniert. Ein Beispiel: “Hast du ein kaltes Getränk für mich?” ist ein Codewort für “Wenn du mir ein paar Euro gibst, kannst du weiterfahren”. Wenn du auf einen korrupten Polizisten triffst, spiel das Spiel mit, aber drohe nicht damit, dass du deswegen vor Gericht gehen wirst. Es ist immer klug, niedrig zu setzen – manchmal kommt man mit einer Cola davon!

Übrigens sind nicht nur Polizisten manchmal korrupt: Auch der Fahrkartenverkäufer am Busbahnhof, um nur ein Beispiel zu nennen, versucht, dich als Touristen auszunutzen. Kenia ist auch als das Land von “Kidogo” (“ein bisschen”) bekannt. Du musst für alles ein wenig bezahlen.

Kann ich nachts durch die Strassen gehen?

Im Allgemeinen ist es nicht ratsam, abends oder nachts allein oder mit einer kleinen Gruppe durch die Straßen zu gehen. In vielen afrikanischen Städten gibt es unbeleuchtete oder schlecht beleuchtete Strecken, so dass die Gefahr eines Überfalls größer ist.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du nachts einfach zu Hause bleiben solltst: Taxis fahren dich von Tür zu Tür. Wenn wir zum Beispiel in Nairobi ausgehen, benutzen wir oft Uber-Taxis, um von A nach B zu kommen. Das hat viele Vorteile: Du weißt, wer dein Fahrer ist (und hast hinterher seine Daten), du musst nicht mit Bargeld bezahlen und du wirst genau an der richtigen Stelle abgesetzt, ohne finanziell abgezockt zu werden. Tuk-Tuks und ‘boda bodas’ (Taxi-Mopeds) sind ebenfalls ein Geschenk des Himmels!

Benieuwd naar Namibië?

Gibt es hier afrikanische Mütter?

Für diejenigen, die abends einen Spaziergang um den Block machen wollen, ist es sinnvoll, darauf zu achten, ob in den Straßen auch Müttern aus der Nachbarschaft unterwegs sind. Diese Mamas sind nicht nur die Mütter ihrer leiblichen Kinder, sondern haben auch eine besondere Rolle in der lokalen Gemeinschaft. Diese Mama wird für Gerechtigkeit sorgen, dich beschützen und böse Jungs mit dem Besen zur Strecke bringen, wenn sie die Chance dazu hat. Jeder spürt das. Wenn du afrikanische Frauen als Mama ansprichst, ist die Rollenverteilung sofort klar!

Wie gehe ich auf Menschen zu?

Du bist auf einer Familienreise, um mit anderen Menschen, mit einer anderen Kultur in Kontakt zu kommen. Im Allgemeinen freuen sich die Menschen, mit denen du zu tun hast, auch wirklich über ein Gespräch mit dir, aber es gibt immer Opportunisten unter den Menschen, mit denen du sprichst.

Für jede Region können wir einige separate Tipps für den Umgang mit Menschen geben, aber es gibt auch einige Allgemeinheiten zu berichten. Auf diese Weise hast du oft ein gutes Gespür dafür, wer auf ein Gespräch wartet und wer nicht, wer aus Interesse ein Gespräch führen möchte und wer etwas verkaufen will.

Achte auch auf deine Körperhaltung und deine Bewegungen – manchmal kannst du jemanden schon durch einen einfachen Händedruck beleidigen (oder auch nicht). Außerdem ist es immer sicherer, jemanden selbst anzusprechen, als von einer anderen Person angesprochen zu werden, wenn du zum Beispiel ein Geschäft oder einen Geldautomaten suchst.

Wie kann ich den Preis verhandeln?

Du wirst den Mzungu (weiß/weiß) Preis bezahlen! Rechne damit, immer mehr zu zahlen als ein Einheimischer. Du hast auch mehr Geld und die Leute wissen das – das Preissystem ist oft darauf ausgerichtet. Sei nicht naiv und versuche immer, den Preis etwas zu drücken. Man nimmt Charlie zum Beispiel nicht mehr als naiven Touristen wahr, er wird aber trotzdem immer übervorteilt. Es reicht oft aus, auf ein Drittel der Kosten zu setzen und dabei zu bleiben – oft sinkt der ursprüngliche Preis um die Hälfte.

Wie kann ich nicht in 'Touristenfallen' tappen?

Indem du bei Charlie’s Travels buchst, natürlich! Mit uns reist du abseits der ausgetretenen Pfade, was bedeutet, dass du den oben erwähnten Opportunisten viel seltener begegnen wirst. Mit uns reist du abseits der Touristenströme, die Stricher, Strandjungs und andere Geschäftemacher anziehen – du hast einen ehrlichen Umgang mit den Menschen, die du triffst.

Ist das Reisen durch afrikanische Länder wirklich so gefährlich, wie ich immer höre?

Nein! Das ist eine völlige Fehleinschätzung, unter der der ganze Kontinent seit Jahren leidet. In vielen afrikanischen Ländern sind die Menschen an und für sich gut und kümmern sich besser umeinander als in vielen westlichen Ländern. Doch wo Armut und Reichtum zusammenkommen, nutzen Opportunisten die Gelegenheit und du musst deinen gesunden Menschenverstand walten lassen. Außerdem ist es sinnvoll, sich von unseren Experten beraten zu lassen – sie sind weit gereist und können dir aus eigener Erfahrung sagen, welche Sicherheitsmaßnahmen sie immer ergreifen. Außerdem kannst du deine Gastgeber und Hostessen immer fragen, was sie über die Sicherheitslage vor Ort denken.

Ok, aber was ist das grösste Risiko?

Dass du dich so sehr verliebst, dass du dich am Ende für einen anderen Familienausflug entscheidest! Wir wissen aus Erfahrung, dass eine Reise durch Ostafrika ein unglaubliches Erlebnis ist. Lass dich nicht täuschen und du wirst zweifellos unter dem ‘Mal d’Afrique’ leiden – der Kontinent wird dich nicht loslassen.

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