Ich bin Max, Filmemacher bei Charlie’s, und vor Kurzem hatte ich die Möglichkeit, drei Wochen lang durch Süd-Tansania zu reisen. Eine Expedition, um eine neue Route zu entwickeln, auf der Suche nach Erlebnissen und Geschichten, die noch nicht erzählt wurden.
Mit meiner Kamera, einer Drohne und zwei Kollegen an meiner Seite standen wir vor einer klaren Aufgabe: eine Route zu entwickeln, die das Land aus einer anderen Perspektive zeigt. Süd-Tansania ist noch rau, unberührt und bei Reisenden weitgehend unbekannt. Für mich kam noch eine zusätzliche Herausforderung dazu: Wie fängt man einen Ort wie diesen ein, ohne ihn zu einer bloßen Postkarte zu reduzieren?
Am nächsten Morgen zogen wir in die Berge. Früh, noch bevor die Hitze einsetzte. Gemeinsam mit unserem Guide Joffrey ließen wir die Stadt hinter uns, der Asphalt ging langsam in schmale Pfade über. Der Aufstieg führte uns vorbei an kleinen Feldern, auf denen Kinder uns zuwinkten, durch tropische Wälder, in denen die Luft kühl und feucht wurde. Ich ließ meine Drohne aufsteigen und verfolgte die sich windenden Pfade durch die Landschaft.
Oben auf dem Bondwa Peak lag die Welt plötzlich unter uns. Ein Panorama aus nebligen Tälern und Bergen, die sich endlos in die Ferne ziehen.
Am Abend saßen wir in unserem Camp nahe Morning Site, einem alten deutschen Kolonialgebäude. Wir aßen eine einfache, aber gute Mahlzeit, während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand. Als es dunkel wurde, erschien ein Sternenhimmel, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Einen Großteil der Nacht lag ich einfach da und schaute von meinem Zelt aus nach oben.
Das Essen kam direkt vom eigenen Land. Gemüse, Obst, Milchprodukte, alles lokal und mit viel Sorgfalt zubereitet. Man schmeckt es sofort. Was hier wächst, wird nicht nur serviert, sondern auch mit der lokalen Gemeinschaft geteilt.
Es fühlt sich wie ein Ort an, an dem alles stimmt. Und ehrlich gesagt wollte ich nicht mehr weg.
Links ragen die grünen Gipfel der Southern Tanzanian Highlands auf, rechts liegt Malawi in der Ferne, und vor dir nur Wasser bis zum Horizont.
Nach Tagen unterwegs fühlte es sich an wie ein Ankommen am Ende der Welt. Ich lief direkt von meiner Hütte an den Strand, der Sand weich unter meinen Füßen. Alles hier bewegt sich pole pole, wie man auf Swahili sagt, langsam, ohne Eile.
Das Wasser spiegelt den Himmel, Fischer treiben in ihren Holzkanus, ihre Silhouetten zeichnen sich gegen die untergehende Sonne ab. Ich kann es kaum anders beschreiben als einfach magisch.
Hier, zwischen Mangroven und verlassenen Stränden, liegt eine ruhige Küstenstadt, geprägt von jahrhundertealten Handelsrouten. Wir nahmen ein Boot nach Songo Mnara und Kilwa Kisiwani, wo ich die Ruinen eines Sultanspalastes und verlassene Moscheen aus dem 14. Jahrhundert filmte. Diese UNESCO-Welterbestätte ist ein stiller Zeuge einer Zeit, in der diese Swahili-Handelsstadt ein pulsierendes Zentrum des Handels im Indischen Ozean war.
Tourismus ist hier noch selten, sodass man den Strand fast für sich allein hat, nur geteilt mit Einheimischen und Fischern, die am Ende des Tages ihren Fang an Land bringen. Zurück in unserer Unterkunft saßen wir auf dem Dach, mit Blick über die Mangroven und den lokalen Fischmarkt, ein kühles Bier in der Hand während eines beeindruckenden Sonnenuntergangs. Auch an der Bar herrschte eine entspannte Atmosphäre, verstärkt durch den hausgemachten Gin des Besitzers.
Auf den ersten Blick scheint Süd-Tansania kein Reiseziel zu sein, das sich leicht festhalten lässt. Und doch entdeckte ich hinter jeder Kurve eine neue Landschaft, etwas Unerwartetes, etwas, das es wert war, gefilmt zu werden. Meine Kamera bekam kaum eine Pause.
Es ist ein Land voller Kontraste. Weite Savannen und neblige Berge, grüne Teeplantagen und tropische Strände, jahrhunderte alte Ruinen und lebendige Dörfer. Für mich als Filmemacher ein visuelles Erlebnis.
Doch dieses tiefere Gefühl, allein auf der Welt zu sein, diese Weite, diese Ruhe, die Wärme der Menschen und ihre offenen Begrüßungen, das lässt sich kaum einfangen.
Dieses Gefühl versteht man erst wirklich, wenn man selbst dort ist.
Und trotzdem habe ich es versucht.
Mit meiner Kamera, einer Drohne und zwei Kollegen an meiner Seite standen wir vor einer klaren Aufgabe: eine Route zu entwickeln, die das Land aus einer anderen Perspektive zeigt. Süd-Tansania ist noch rau, unberührt und bei Reisenden weitgehend unbekannt. Für mich kam noch eine zusätzliche Herausforderung dazu: Wie fängt man einen Ort wie diesen ein, ohne ihn zu einer bloßen Postkarte zu reduzieren?
Morogoro und die Uluguru-Berge
Morogoro war unser erster Stopp, eine lebendige Stadt voller Bewegung und Chaos. Straßenverkäufer rufen ihre Waren aus, Motorräder und Tuk Tuks schlängeln sich durch den Verkehr, aus jeder Ecke klingt Musik. Ich wollte alles festhalten, doch der Rhythmus der Stadt war schneller als meine Kamera. Und hinter diesem Trubel beginnt plötzlich eine ganz andere Welt.Am nächsten Morgen zogen wir in die Berge. Früh, noch bevor die Hitze einsetzte. Gemeinsam mit unserem Guide Joffrey ließen wir die Stadt hinter uns, der Asphalt ging langsam in schmale Pfade über. Der Aufstieg führte uns vorbei an kleinen Feldern, auf denen Kinder uns zuwinkten, durch tropische Wälder, in denen die Luft kühl und feucht wurde. Ich ließ meine Drohne aufsteigen und verfolgte die sich windenden Pfade durch die Landschaft.
Oben auf dem Bondwa Peak lag die Welt plötzlich unter uns. Ein Panorama aus nebligen Tälern und Bergen, die sich endlos in die Ferne ziehen.
Am Abend saßen wir in unserem Camp nahe Morning Site, einem alten deutschen Kolonialgebäude. Wir aßen eine einfache, aber gute Mahlzeit, während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand. Als es dunkel wurde, erschien ein Sternenhimmel, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Einen Großteil der Nacht lag ich einfach da und schaute von meinem Zelt aus nach oben.
Mufindi Highlands
Weiter südlich veränderte sich Tansania komplett. Die Mufindi Highlands. Es wirkte fast europäisch und gleichzeitig unverkennbar afrikanisch. Sanfte Hügel, endlose Teeplantagen und eine frische Brise, die alles entschleunigt.Wir kamen in der Mufindi Farm Lodge an, wo wir herzlich von Merel empfangen wurden, die diesen Ort seit über sechs Jahren ihr Zuhause nennt. Ich filmte den Morgennebel, der langsam über die Felder zog, Pferde, die frei durch die Landschaft streifen, und die Ruhe eines Ortes, der sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt.Das Essen kam direkt vom eigenen Land. Gemüse, Obst, Milchprodukte, alles lokal und mit viel Sorgfalt zubereitet. Man schmeckt es sofort. Was hier wächst, wird nicht nur serviert, sondern auch mit der lokalen Gemeinschaft geteilt.
Es fühlt sich wie ein Ort an, an dem alles stimmt. Und ehrlich gesagt wollte ich nicht mehr weg.
Matema, am Ufer des Lake Malawi
Nach einer langen Fahrt durch die Highlands erreichten wir Matema, ein kleines Dorf am Ufer des Lake Malawi. Der See erstreckt sich wie ein Ozean, nur ohne Wellen. Warm, ruhig und endlos.Links ragen die grünen Gipfel der Southern Tanzanian Highlands auf, rechts liegt Malawi in der Ferne, und vor dir nur Wasser bis zum Horizont.
Nach Tagen unterwegs fühlte es sich an wie ein Ankommen am Ende der Welt. Ich lief direkt von meiner Hütte an den Strand, der Sand weich unter meinen Füßen. Alles hier bewegt sich pole pole, wie man auf Swahili sagt, langsam, ohne Eile.
Das Wasser spiegelt den Himmel, Fischer treiben in ihren Holzkanus, ihre Silhouetten zeichnen sich gegen die untergehende Sonne ab. Ich kann es kaum anders beschreiben als einfach magisch.
Kilwa, an der alten Swahili-Küste
Nach einer weiteren Reise durchs Landesinnere, inklusive eines Stopps im größten Nationalpark Afrikas, dem Nyerere, erreichten wir die Küste bei Kilwa.Hier, zwischen Mangroven und verlassenen Stränden, liegt eine ruhige Küstenstadt, geprägt von jahrhundertealten Handelsrouten. Wir nahmen ein Boot nach Songo Mnara und Kilwa Kisiwani, wo ich die Ruinen eines Sultanspalastes und verlassene Moscheen aus dem 14. Jahrhundert filmte. Diese UNESCO-Welterbestätte ist ein stiller Zeuge einer Zeit, in der diese Swahili-Handelsstadt ein pulsierendes Zentrum des Handels im Indischen Ozean war.
Tourismus ist hier noch selten, sodass man den Strand fast für sich allein hat, nur geteilt mit Einheimischen und Fischern, die am Ende des Tages ihren Fang an Land bringen. Zurück in unserer Unterkunft saßen wir auf dem Dach, mit Blick über die Mangroven und den lokalen Fischmarkt, ein kühles Bier in der Hand während eines beeindruckenden Sonnenuntergangs. Auch an der Bar herrschte eine entspannte Atmosphäre, verstärkt durch den hausgemachten Gin des Besitzers.
Auf den ersten Blick scheint Süd-Tansania kein Reiseziel zu sein, das sich leicht festhalten lässt. Und doch entdeckte ich hinter jeder Kurve eine neue Landschaft, etwas Unerwartetes, etwas, das es wert war, gefilmt zu werden. Meine Kamera bekam kaum eine Pause.
Es ist ein Land voller Kontraste. Weite Savannen und neblige Berge, grüne Teeplantagen und tropische Strände, jahrhunderte alte Ruinen und lebendige Dörfer. Für mich als Filmemacher ein visuelles Erlebnis.
Doch dieses tiefere Gefühl, allein auf der Welt zu sein, diese Weite, diese Ruhe, die Wärme der Menschen und ihre offenen Begrüßungen, das lässt sich kaum einfangen.
Dieses Gefühl versteht man erst wirklich, wenn man selbst dort ist.
Und trotzdem habe ich es versucht.