Dakar, Senegal: Afrikas westlichste Stadt und eine der aufregendsten

Dakar trifft einen sofort: Ozean auf drei Seiten, der Geruch von gegrilltem Fisch und Raeucherstaebchen, das Dröhnen der Minibusse und die Energie einer Stadt, die nie wirklich zur Ruhe kommt. Rau, wunderschoen und unendlich ueberraschend.

Dakar: Die Stadt am Rand der Welt

Auf der Halbinsel Cap-Vert gelegen, dem westlichsten Punkt des afrikanischen Festlands, ist Dakar eine Stadt der Gegensaetze. Grosse Kolonialbulevards gehen in chaotische Marktstrassen ueber. Ultramoderne Kunstmuseen stehen neben baufaelligen Wohnbloecken mit bunter Wasche an den Fenstern. Der Gebetsruf weht ueber Strandcafes, in denen kaltgeschwitzte Flag-Bier in der Atlantikbrise stehen. Dakar ist Heimat von rund vier Millionen Menschen: Wolof, Lebou, Serer und Dutzende anderer Ethnien. Die Stadt traegt ihre Vielfalt laut. Anfangs kann sie ueberwaaltigend wirken, doch unter dem Laerm steckt eine Stadt mit echter Seele: kreativ, stolz und ueberraschend gastfreundlich gegenueber allen, die sich die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen.

Aktivitäten in Dakar

Ob Geschichte, Kunst, Nachtleben oder einfach gutes Essen und Seeluft: Dakar liefert alles, oft gleichzeitig.

Mit der Faehre zur Ile de Goree

Nur 20 Fahrminuten vom Hafen Dakars entfernt liegt einer der eindringlichsten Orte Westafrikas. Ile de Goree, deren Name vermutlich vom niederlaendischen 'Goede Reede' (guter Ankerplatz) stammt, waehrend er im Wolof Wuerde bedeutet, ist winzig: nur 900 Meter lang und 300 Meter breit. Dennoch war die Insel jahrhundertelang ein wichtiger Knotenpunkt des transatlantischen Sklavenhandels, und ein tief bewegendes Mahnmal erinnert daran bis heute. Die Insel ist auto- und fahrradfrei; alles laeuft zu Fuss ueber Kopfsteinpflastergassen gesaeumt von Bougainvillea und prachtvoll renovierten Kolonialgebaeuden in drei Farben: Rot (Portugiesisch), Gelb (Niederlaendisch) und Weiss (Franzoesisch), jede Farbe ein stiller Hinweis auf die jeweilige europaeische Macht. Die rund 2.000 Bewohner sind fast alle muslimisch, mit einer kleinen christlichen Gemeinschaft; Moschee und Kirche stehen nebeneinander. Es gibt nur eine Grundschule und kein Krankenhaus; das Leben hier ist bewusst langsam. Schlendere durch die Gassen, besuche das Sklavenhaus mit seiner Tuer ohne Wiederkehr, und goenne dir Zeit, um das Gesehene zu verarbeiten.

Das Afrikanische Renaissance-Monument besuchen

49 Meter hoch thront das Afrikanische Renaissance-Monument auf einem Huegel mit Blick auf den Atlantik, unmoeglich zu uebersehen und unmoeglich, gleichgueltig zu bleiben. Das 2010 eingeweihte riesige Bronzestandbild, das einen Mann, eine Frau und ein Kind zeigt, die triumphierend aus einem Vulkanfelsen aufsteigen, ist Afrikas groesstse Statue und ein bewusstes Symbol fuer die Erneuerung des Kontinents nach dem Kolonialismus. Im Inneren des Monuments befindet sich ein kleines, aber sehenswertes Museum. Unabhaengig davon, was man von seiner Aesthetik haelt (die Meinungen sind gespalten, auch in Dakar selbst): der Panoramablick von oben ueber die Stadt und den Ozean ist spektakulaer und den Aufstieg allein wert.

Dakars Museen und Kulturszene erkunden

Dakar übertrifft kulturell seine Erwartungen bei weitem. Das Museum der Schwarzen Zivilisationen (Musee des Civilisations Noires), 2018 eröffnet, ist ein beeindruckendes modernes Gebäude mit einer umfangreichen Sammlung, die die Vielfalt afrikanischer und afrodiasporischer Kunst und Geschichte zelebriert. Das IFAN-Museum für Afrikanische Künste, untergebracht in einem schmucken Kolonialgebäude auf dem Plateau, beherbergt eine der schönsten Sammlungen traditioneller westafrikanischer Kunst auf dem Kontinent. Architekturbegeisterte sollten den alten Bahnhof von Dakar nicht verpassen, ein wunderschönes französisches Kolonialgebiet, das noch immer die stille Grandeur eines Bauwerks ausstrahlt, das einst die Stadt mit Bamako in Mali verband.

Die Corniche entlanglaufen und die Maerkte auf dem Plateau erkunden

Die Corniche Ouest ist Dakars grosse Kuestenboulevard, die sich kilometerlang an den Kliffen ueber dem Atlantik erstreckt. Fruehmorgens dort zu laufen oder spazieren zu gehen, mit den Wellen, die unten zerschellen, hinausfahrenden Fischerpirogen und einer noch halbschlafenden Stadt, gehoert zu den besten Gratis-Erlebnissen der Stadt. Wenn es heisser wird, geht es ins Landesinnere in den Plateaubezirk und in die Maerkte. Der Marche Kermel und der Marche Sandaga sind eine Sinnesueberwaltigung aus Gewuerzen, Stoffen, Schmuck und frischen Produkten. Bargeld mitnehmen, sich Zeit lassen und keine Scheu vor dem Verhandeln.

Bar-Hopping in Ouakam und den Almadies

Wenn die Sonne untergeht und die Atlantikbrise aufkommt, laeuft Dakars Nachtleben auf Hochtouren. Die Viertel Almadies und Ouakam an der nordwestlichen Spitze der Halbinsel sind das Zentrum der Bars, Restaurants und Strandclubs. Die Stimmung reicht von entspannten Terrassenbars mit kalten Bieren und gegrilltem Fisch bis hin zu schicken Rooftop-Locations mit DJs und weitem Meerblick. Dakar hat eine lebendige Musikszene, verwurzelt im Mbalax, dem perkussiven, hypnotischen Genre, das durch Youssou N'Dour weltberuehmt wurde. Wenn man weiss, wo man suchen muss, erlebt man regelmaessig Live-Musik. Frueher Abend beginnen, gut essen und die Nacht sich entfalten lassen.

An den Stadtstraenden entspannen

Dakar ist eine der wenigen afrikanischen Hauptstaedte, in denen man innerhalb der Stadtgrenzen wirklich im Ozean schwimmen kann. Die Straende bei Yoff, Ngor und entlang der Almadies-Kueste reichen von ruhig und lokal bis lebendig mit Strandcafes und Liegestuehlen. Ngor-Insel, per kurzer Pirogenfahrt erreichbar, ist ein absoluter Favorit: klein, ruhig, mit klarem Wasser und einigen Strandrestaurants mit frischem Fang. Eine andere Welt weit weg vom Stadtlaerm, und trotzdem nie mehr als 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Unser Team lebt und arbeitet in Afrika

Wir entwickeln unsere eigenen Routen

Deine Reise wird von uns maßgeschneidert

100 % versichert während deiner Reise

Alle häufigen Fragen zu Dakar auf einen Blick

Ist Dakar sicher fuer Touristen?

Dakar gilt nach westafrikanischen Masstaeben als generell sicher fuer Touristen. Taschendiebstahl und Betrug gegenueber Besuchern kommen vor, besonders rund um den Hafen und belebte Maerkte; Wertsachen gut verwahren und bei aufdringlichen 'Reisefuehrern' vorsichtig sein. Gewaltkriminalitaet gegen Touristen ist selten. Mit gesundem Menschenverstand kommt man gut zurecht.

Welche Sprache wird in Dakar gesprochen?

Die Amtssprache ist Franzoesisch, das in Behoerden, Bildung und Wirtschaft verwendet wird. Im Alltag ist Wolof jedoch die eigentliche Verkehrssprache Dakars; die meisten Menschen auf der Strasse begruessen einen auf Wolof, bevor sie auf Franzoesisch wechseln. Ein paar Woerter zu lernen (jaama ngaam fuer 'Hallo', jerejef fuer 'Danke') kommt immer gut an.

Welche Waehrung wird in Senegal verwendet?

Senegal verwendet den Westafrikanischen CFA-Franc (XOF), der an den Euro gekoppelt ist. Geldautomaten sind in Dakar weit verbreitet. Kreditkarten werden in Hotels und gehobenen Restaurants akzeptiert, aber auf Maerkten, bei Taxis und an Strassenessensstaenden wird mit Bargeld bezahlt.

Wie kommt man von Dakar zur Ile de Goree?

Faehren zur Ile de Goree fahren vom Faehrterminal im Stadtzentrum Dakars (nahe der Place de l'Independence) ab. Die Ueberfahrt dauert etwa 20 Minuten. Tickets sind guenstig und Faehren fahren den ganzen Tag regelmaessig. Den Abfahrtsplan bei der Ankunft pruefen, da die Zeiten variieren koennen.

Was ist die beste Reisezeit fuer Dakar?

Die angenehmste Zeit ist November bis Februar, die Trockenzeit, mit warmen aber nicht extremen Temperaturen (um die 24-28 Grad) und geringerer Luftfeuchtigkeit. Die Regenzeit dauert von Juli bis September mit heftigen Regenfaellen, hoher Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen Ueberschwemmungen, obwohl die Stadt das ganze Jahr ueber lebendig bleibt.

Entdecke mehr in Senegal

Oder stöbere durch all unsere einzigartigen und authentischen Erlebnisse

Erlebnis

Casamance

Romantische Inselchen, riesige Affenbrotbäume und wunderschöne Strände

Travel Story

Erleben Sie noch einmal, wie unsere Pioniere den Senegal erlebt haben!

Erleben Sie noch einmal, wie unsere Pioniere den Senegal erlebt haben!

Beispielreise

Roadtrip durch Kultur, Mangroven und magische Affenbrotbäume im Senegal

Entdecken Sie Senegal von Dakar bis in den äußersten Süden und kommen Sie ganz zur Ruhe.