Victoria Falls
An der Grenze von Simbabwe und Sambia liegen die breitesten Wasserfälle Afrikas: ein Wasser Vorhang von über 1700 Metern Breite und 100 Metern Höhe. Woooah wie krass! Sie können die Wasserfälle sowohl von Sambia als auch von Simbabwe aus besuchen. Welche Seite ist die beste?
Das ist Mosi-oa-Tunya: Der Rauch, der donnert.
Aber wenn du anfängst, eine Reise hierher zu planen, stößt die Romantik schnell auf eine bürokratische Mauer. Du musst dich entscheiden. Bleibst du auf der sambischen Seite in Livingstone oder fährst du auf die simbabwische Seite in Victoria Falls Town?
Frag zehn verschiedene Reisebüros und du bekommst zehn allgemeine, geschönte Antworten darüber, wie „beide Seiten magisch“ seien. Wir machen hier kein Unternehmens-Blabla. Unsere Reiseexperten leben und arbeiten in Ost- und Südafrika, und wir haben diese Grenze öfter überquert, als wir an unseren Fingern abzählen können.
Hier ist die rohe, ehrliche Wahrheit über Sambia vs. Simbabwe, damit du entscheiden kannst, welche Seite wirklich zu deinem Reisestil passt.
Was ist der wirkliche Unterschied?
Um den Unterschied zu verstehen, brauchst du eine kurze Geografiestunde. Der Sambesi bildet die natürliche Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Genau auf seinem Weg stürzt der Fluss eine riesige Klippe hinunter und bildet die Victoriafälle.
- Simbabwe besitzt etwa 75 % der Breite des Wasserfalls. Das bedeutet, dass die klassischen, panoramischen Postkartenansichten des Wassers, das in die Schlucht stürzt, fast vollständig von der simbabwischen Seite aus zu sehen sind.
- Sambia besitzt die restlichen 25 %, aber was ihm an Panoramablick fehlt, macht es durch rohen, hautnahen Zugang wett. Hier kannst du direkt am Rand der Fälle stehen oder über die wackelnde Knife Edge Bridge gehen.
Die beiden Städte, die als Basis für die Fälle dienen, sind ebenfalls völlig unterschiedliche Tiere. Victoria Falls Town (Simbabwe) ist ein geschäftiger, kompakter Touristenzentrum, das direkt neben dem Parkeingang gebaut wurde. Du kannst von deinem Hotel zu den Fällen laufen, wirst die Straßen aber auch mit Safari-Touristen, Souvenirverkäufern und Kunsthandwerksmärkten teilen.
Livingstone (Sambia) ist eine echte, weitläufige sambische Stadt mit einer reichen Kolonialgeschichte, etwa zehn Kilometer vom Parkeingang entfernt. Es fühlt sich weniger wie ein Touristenort an und mehr wie ein authentisches Stück lokalen Lebens, wo du den Gehweg eher mit Einheimischen und Schulkindern teilst als nur mit anderen Reisenden.
Simbabwe
Die Vorteile der simbabwischen Seite:
- Die Aussicht: Einfach unübertroffen. Du bekommst den klassischen Weitwinkelblick auf die Main Falls, Horseshoe Falls und Rainbow Falls.
- Ganzjährige Strömung: Selbst auf dem Höhepunkt der Trockenzeit (Oktober bis Dezember), wenn andere Teile der Fälle austrocknen, fließt auf der simbabwischen Seite immer noch Wasser.
- Nähe: Du kannst von den meisten Pensionen und Lodges in Victoria Falls Town bequem zum Parkeingang laufen.
Die Nachteile der simbabwischen Seite:
- Der Preis: Die Eintrittsgebühr für den Nationalpark beträgt 50 USD für internationale Besucher, was deutlich höher ist als die Gebühr in Sambia.
- Die Menschenmassen: Es kann sich sehr kommerzialisiert anfühlen. Auf den Regenwaldwegen bist du selten allein.
Wenn dein Hauptziel ist, einen Schritt zurückzutreten und das schiere, überwältigende Ausmaß des Wasserfalls zu bestaunen, ist Simbabwe der Ort, an den du willst.
Da der Großteil der Schlucht direkt gegenüber dem simbabwischen Ufer liegt, bietet der Nationalpark hier einen 1,2 Kilometer langen Wanderweg mit 16 verschiedenen Aussichtspunkten. Du startest bei der Statue von David Livingstone und schlängelst dich durch einen üppigen Regenwald, der durch den ständigen Sprühregen am Leben erhalten wird.
Unser lokaler Reiseleiter Moses, der nur wenige Kilometer außerhalb von Victoria Falls Town aufgewachsen ist, rät Reisenden hier immer dazu, einen richtigen Dry-Bag für ihre Kamera einzupacken. „Die Leute denken, weil sie auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht sind, werden sie nicht nass“, lacht Moses. „Aber während der Hochwassersaison zwischen März und Mai ist der Sprühregen so dicht, dass es sich wie ein schwerer tropischer Sturm anfühlt. Du bist innerhalb von fünf Minuten klitschnass.“
Sambia
Die Vorteile der sambischen Seite:
- Rohes Abenteuer: Du kannst den Wanderweg zum Boiling Pot hinuntergehen, einem tiefen Strudel am Fuß der Fälle, oder im Devil’s Pool schwimmen.
- Günstigerer Eintritt: Der Eintritt in den Park kostet nur 20 USD, was den Geldbeutel schont.
- Livingstone Stadt: Eine lebendigere, authentischere Stadt voller lokaler Märkte, historischer Museen und einer entspannteren Atmosphäre.
Die Nachteile der sambischen Seite:
- Das Austrocknen in der Trockenzeit: Dies ist eine wichtige Warnung. Von Oktober bis Anfang Dezember kann die sambische Seite der Fälle komplett austrocknen, sodass du nur auf eine nackte, trockene Felswand blickst. Wenn du in diesen Monaten reist, kann Sambia eine riesige Enttäuschung sein.
Sambia ist für Reisende, die das Wasser nicht nur anschauen, sondern seine Kraft spüren wollen.
Wenn du den Mosi-oa-Tunya-Nationalpark auf der sambischen Seite betrittst, führen dich die Wege direkt an die Abbruchkante. Das Highlight hier ist die Knife Edge Bridge, eine schmale Fußgängerbrücke, die direkt vor einer riesigen, fallenden Wasserwand hängt. Sie zu überqueren ist ein absoluter Rausch; du bist völlig eingehüllt in tosenden Lärm und blendend weißen Sprühregen.
Ein weiterer großer Anziehungspunkt auf der sambischen Seite ist Livingstone Island und der berühmte Devil’s Pool. Dies ist ein natürliches Felsenbecken direkt am Rande der Fälle. In den trockeneren Monaten, wenn der Fluss auf einen sicheren Pegel sinkt, kannst du direkt an den Rand des Abgrunds schwimmen und über hundert Meter tief in den Canyon hinunterblicken.
Die Geheimwaffe: Das KAZA Univisa
Hier ist ein Insider-Wissen: Du musst dich nicht unbedingt für eine Seite entscheiden.
Wenn du Staatsbürger eines berechtigten Landes bist, kannst du bei der Ankunft an den Flughäfen in Harare, Victoria Falls, Lusaka oder Livingstone ein KAZA Univisa für 50 USD erwerben. Dieser geniale kleine Stempel erlaubt es dir, bis zu 30 Tage lang so oft du willst frei zwischen Simbabwe und Sambia hin und her zu reisen.
Wenn du zwei Tage Zeit hast, empfehlen wir dringend, das Univisa zu besorgen. Du kannst einen Vormittag damit verbringen, die Panoramapfade des simbabwischen Parks abzulaufen, dann ein lokales Taxi zur historischen Victoria Falls Bridge nehmen, zu Fuß über die Grenzlinie gehen und am Nachmittag die wilderen, nasseren Pfade der sambischen Seite erkunden.
Häufig gestellte Fragen
Ist es sicher, die Victoriafälle zu besuchen?
Ja, sowohl Victoria Falls Town (Simbabwe) als auch Livingstone (Sambia) sind außergewöhnlich sichere, friedliche Reiseziele mit sehr niedrigen Kriminalitätsraten.
Auf welchem Flughafen soll ich landen?
Du kannst direkt zum Victoria Falls International Airport (VFA) in Simbabwe oder zum Harry Mwanga Nkumbula International Airport (LVI) in Livingstone, Sambia, fliegen. Beide haben regelmäßige Verbindungen nach Johannesburg und zu ostafrikanischen Drehkreuzen.
Kann ich die Victoriafälle ohne Guide sehen?
Absolut. Die Nationalparks auf beiden Seiten sind sehr sicher, gut ausgeschildert und einfach auf eigene Faust zu erkunden. Dennoch unterstützt die Teilnahme an Touren mit unseren lokalen Guides wie Sitali, Mundia und Simo die lokale Gemeinschaft und gibt dir Zugang zu echten, rohen Geschichten.
Wann ist die absolut beste Reisezeit?
Die Hochwassersaison ist von März bis Mai (maximales Grollen und Sprühregen). Die Niedrigwassersaison ist von Oktober bis Dezember (am besten zum Schwimmen im Devil’s Pool, aber die sambische Seite wird trocken sein).
Brauche ich
Malariatabletten für die Victoriafälle?
Ja, die Victoriafälle liegen in einer Malaria-Risiko-Zone. Wir raten dringend dazu, deinen Reisearzt bezüglich der Einnahme von Malariaprophylaxe zu konsultieren und ausreichend Mückenschutz einzupacken.
Bereit, deine Sambia-Reise zu planen?
Unser Team von Reiseexperten lebt und arbeitet auf dem Kontinent und baut direkte, persönliche Routen, die die generischen Reisebüros umgehen.
Lass uns besprechen, wie wir dich abseits der ausgetretenen Pfade mitten ins Herz des echten Sambia bringen können.
Kostenlose Beratung mit unserem Team vereinbaren!
Entdecke mehr in Botswana
Oder stöbere durch all unsere einzigartigen und authentischen Erlebnisse
Mokoro trip
Gleite in einem ausgehöhlten Baumstamm durch das stille Wasser des Okavango-Deltas.
Makgadikgadi salt pans
Weite Salzpfannen, endlose Ausblicke und Baobabs prägen das einzigartige Makgadikgadi Pan Gebiet.
Ganz allein auf der Welt
Fahre von der größten Binnendelta der Welt zu einer der größten Salzpfannen dieses Planeten.
Brauchst du Reisetipps? Frage unsere Afrika-Experten
Bist du neugierig auf das Unbekannte? Unsere Afrika-Experten haben Antworten auf deine drängenden Fragen.