Auf Safari in Uganda

Das sind die schönsten und coolsten Nationalparks

Von Gorillas im Regenwald bis zu baumkletternden Löwen in der Savanne und den riesigen Büffelherden, die im Kidepo Nationalpark durch die Hügel ziehen. Eine Safari in Uganda ist alles andere als gewöhnlich. Wir nehmen dich mit zu den schönsten Nationalparks des Landes. Bist du bereit fürs Abenteuer?

Uganda ist vielleicht nicht das erste Land, an das du bei einer Safari denkst, aber genau das macht es zu einer richtig schönen Überraschung. Hier gibt es keine Touristenmassen, sondern unberührte Natur, einzigartige Tiere und eine große Portion Kultur. Die Organisation ist nicht ganz so reibungslos wie in den bekannten Nachbarländern, aber die Wildheit und Echtheit dieses Landes machen das mehr als wett!

Kidepo Valley Nationalpark: Der unentdeckteste Park Ugandas

Kidepo. Weit weg von der bewohnten Welt, im Nordosten Ugandas, findest du dieses raue und spektakuläre Naturgebiet. Es ist der abgelegenste Park des Landes und dadurch auch einer der ursprünglichsten. Kein Massentourismus, sondern echtes Safari-Feeling. Du musst dafür ein paar Stunden im Auto über holprige Pisten in Kauf nehmen, aber glaub mir: es lohnt sich absolut.

Wie schon in der Einleitung gesagt, wimmelt es in Kidepo nur so von Büffeln. Wenn du nicht aufpasst, laufen sie dir sogar direkt vor deiner Unterkunft über den Weg oder leisten dir Gesellschaft bei einem Bush-Dinner – richtig gemütlich! Außerdem gibt es hier eine große Population an Zebras. Zusammen mit dem Lake Mburo ist dies der Ort in Uganda, wo du sie findest. Genau wie in Bunyonyi gibt es auch hier besondere Vögel, nämlich den Strauß.

Kidepo bedeutet nicht nur Natur, sondern auch Kultur. Hier leben die traditionellen Karamojong, die jedes Jahr im September ein großes Kulturfestival veranstalten. Dann kommen Karamojong aus Südsudan und Kenia zusammen und halten über mehrere Tage hinweg uralte Traditionen lebendig. Außerdem lebt auch der fast vergessene IK-Stamm in und rund um Kidepo. Diese Gemeinschaft lebt sehr abgeschieden hoch in den Bergen des Mount Morungole. Wenn du dir einen Tag Zeit nimmst, um dorthin zu wandern, verstehst du sofort, warum sie so isoliert leben.

Kidepo ist damit vielleicht das „Charlie“-Park-Erlebnis schlechthin in Uganda. Perfekt für alle Abenteurer, die off the beaten track gehen wollen und Wildlife mit authentischen Kulturen verbinden möchten.

Queen Elizabeth Nationalpark: Baumkletternde Löwen und Bootssafaris

Queen Elizabeth ist der meistbesuchte und bekannteste Park Ugandas und das völlig zurecht. Hier findest du eine Mischung aus allem, was eine Safari so besonders macht. Endlose Savannen? Check. Eine Bootstour zwischen hunderten Flusspferden? Auf jeden Fall. Baumkletternde Löwen? Klar, im Ishasha-Teil des Parks!

Und als wäre das nicht genug, gibt es hier auch noch den Kazinga-Kanal. Dieses Wasser verbindet den Lake Edward mit dem Lake George und ist der perfekte Spot für eine Bootssafari. Lass dich entspannt über das Wasser treiben und halte Ausschau nach Elefanten, Krokodilen, Büffeln und einer riesigen Anzahl an Flusspferden. Und für alle Vogel-Fans: mit mehr als 600 Arten ist dies ein echtes Paradies, auch wenn der Lake Bunyonyi mit seinen „kleinen Vögeln“ starke Konkurrenz macht. Im Hintergrund ragen die geheimnisvollen Rwenzori-Berge auf und runden die Kulisse perfekt ab.

Queen Elizabeth ist bekannter und deshalb weniger off the beaten track als zum Beispiel Kidepo, aber eigentlich solltest du es auf keinen Fall verpassen. „Klassische“ Safari, ja – aber mit Extras wie Wasser, Bergen, Vögeln und atemberaubender Natur.

Lake Mburo Nationalpark: Klein, aber fein mit viel Fokus auf die Community

Lake Mburo ist der kleinste Nationalpark Ugandas, aber lass dich davon nicht täuschen. Was diesen Park so besonders macht? Du kannst hier Rad fahren, reiten und sogar zwischen Zebras wandern. Keine x-te Safari im Jeep, sondern aktiv unterwegs mit dem Wind in den Haaren.

Auch hier kannst du viele Vögel beobachten, und mit etwas Glück entdeckst du Impalas, Warzenschweine und Flusspferde. Außerdem fließen 20 % der Eintrittsgelder in lokale Projekte wie Schulen und Kliniken. Gut fürs Abenteuer und für die Community.

Mburo ist das perfekte Safari-Ziel in Uganda für alle, die aktiv sind und gerne nachhaltig sowie sportlich reisen.

Neugierig auf mehr Infos?

Murchison Falls Nationalpark: Die überwältigende Kraft von Wasser und Natur

Willkommen im ältesten und größten Nationalpark Ugandas! Murchison Falls ist spektakulär, und das nicht nur wegen der vielen Tiere, sondern vor allem wegen der beeindruckenden Wasserfälle. Hier zwängt sich der Nil durch eine nur acht Meter schmale Schlucht und stürzt dann 45 Meter in die Tiefe – mit einem donnernden Getöse!

Wie schon bei Queen Elizabeth kannst du hier eine Bootssafari machen, aber stell dir vor, wie magisch das erst auf dem Nil ist. Du fährst über den mächtigen Fluss und entdeckst in den seichten Bereichen Flusspferde, Krokodile und viele andere Tiere. Mit 76 verschiedenen Säugetierarten und diesem atemberaubenden Wasserfall ist Murchison ein absolutes Must-See in Uganda. Da der Park weiter nördlich liegt als zum Beispiel Queen Elizabeth, triffst du hier auch weniger Touristen und entdeckst die abgelegeneren Teile des Landes.

Willst du viel Wildlife sehen und gleichzeitig die rohe Kraft eines der mächtigsten Wasserfälle der Welt erleben? Dann sollte Murchison unbedingt Teil deiner Uganda-Route sein.

Bwindi Impenetrable Forest: Auge in Auge mit dem Gorilla

Dieser Park ist vielleicht etwas anders als die anderen auf dieser Liste. Es ist nämlich kein Nationalpark in dem Sinne, dass du in den 4x4 steigst (oder auf ein Motorrad springst, ganz im Charlie-Stil) und nach Löwen, Giraffen oder Elefanten suchst.

Was du hier stattdessen erlebst – und auch der Hauptgrund, warum so viele Menschen nach Uganda kommen – sind Gorillas!
Dieser 25.000 Jahre alte Regenwald ist die Heimat von etwa 459 Berggorillas, laut der letzten Zählung im Jahr 2019. Das ist fast die Hälfte der gesamten Weltpopulation. Und glaub uns: eine Begegnung mit diesen beeindruckenden Tieren vergisst du nie wieder.

Aber Bwindi ist mehr als nur Gorillas. Hier leben auch Schimpansen, Elefanten (also doch!) und seltene Waldantilopen. Auch kulturell hat Bwindi einiges zu bieten: in den grünen Hügeln des Parks wohnen die Bakiga, was übersetzt „die Menschen der Berge“ bedeutet. Passender geht’s kaum. Die Bakiga sind bekannt für ihre Traditionen und ihre tiefe Verbundenheit mit den Hügeln, aus denen sie stammen und in denen sie noch heute leben.

Noch ein schöner Bonus: Bwindi gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der Grund, nach Bwindi zu reisen, liegt also klar auf der Hand: unsere nahen Verwandten, die Gorillas und Schimpansen.

Mgahinga Gorilla Nationalpark: Noch mehr Gorillas?

Direkt neben Bwindi liegt der viel kleinere, aber mindestens genauso beeindruckende Mgahinga Gorilla Nationalpark. Er befindet sich in großer Höhe (bis zu 4127 Meter) und ist Teil des Virunga-Gebirges an der Grenze zu Ruanda und Kongo. Hier leben nicht nur Gorillas, sondern auch die seltenen Goldmeerkatzen – bunt gefärbte, verspielte Affen, die dir garantiert das Herz stehlen. Und das Beste: Diese Tiere gibt es ausschließlich in Virunga, du kannst sie nirgendwo sonst auf der Welt in freier Wildbahn sehen!

Auch kulturell bist du hier richtig: Die Batwa-Pygmäen teilen ihr uraltes Wissen über das Leben im Wald und den Respekt, den sie für den afrikanischen Feigenbaum haben. Dieser Baum ist für die Batwa heilig und spielt eine wichtige Rolle in ihren spirituellen und kulturellen Traditionen. Und die drei Vulkane? Sie verleihen der Landschaft eine dramatische und beeindruckende Kulisse.

Du möchtest unbedingt die Gorillas sehen, aber lieber ohne die großen Touristenmassen, die dafür nach Bwindi reisen? Dann ist Mgahinga die perfekte Wahl für dich. Gleichzeitig kannst du hier auch noch spannende Kultur erleben.

Fazit: Safari in Uganda?

Uganda ist ein Safariziel mit überraschend viel Abwechslung. Von Savanne bis Regenwald, von Zebras bis Gorillas, von Bootssafari bis Radtour mitten durch die Wildnis. Das Land ist noch wunderbar unberührt vom Massentourismus und bietet eine einzigartige Mischung aus Abenteuer, Natur und Kultur.

Also: Bist du bereit für eine Safari, die ein bisschen anders ist als der Rest? Melde dich bei uns und starte mit der Planung deiner Off-the-beaten-track-Uganda-Reise.